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Mietrecht | Vertragsabschluß

Bei Vertragsabschluss darf der Vermieter Fragen nach den Familienverhältnissen und dem Einkommen stellen und auch eine Gehaltsbescheinigung oder sonstige Nachweise verlangen. Die Antworten auf entsprechende Fragen muss auch wahrheitsgemäß ausfallen. Anderenfalls ist der Vertrag anfechtbar wegen arglistiger Täuschung. Allerdings sind intime Fragen tabu, so z. B. nach Schwangerschaft, Familienplanung, Vorstrafen, Rauchergewohnheiten und Staatsangehörigkeit des Partners.

Vor Abschluss des Mietvertrages sollte eine Besichtigung der Wohnung stattfinden. Ausstattung und Beschaffenheit der Wohnung können dann in einem Übergabeprotokoll festgehalten werden. Die Beschreibung der Mängel sollten möglichst ausführlich sein. Am Ende des Protokolls kann dann schon vereinbart werden, wer für die Behebung der Schäden aufkommt. Dieses Protokoll kann auch zum Bestandteil des Mietvertrages gemacht werden.

Wer seine neue Mietwohnung über einen Makler gefunden hat, muss dessen Provision bezahlen. Die Provision darf höchstens zwei Monatsmieten zzgl. Mehrwertsteuer betragen, § 3 Abs. 2 WoVermG. Maßgeblich ist die Kaltmiete. Haben Sie zuviel bezahlt? Dann können Sie den zuviel gezahlten Betrag zurückverlangen. Auf die Wirksamkeit des Mietvertrages bleibt dies aber ohne Einfluss.

Ist der Makler selbst der Eigentümer der angebotenen Wohnung, darf er keine Provision verlangen. Gleiches gilt, wenn er an der Verwaltungsgesellschaft der Wohnung beteiligt ist.

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Kaution | Betriebskosten | Mängel | Kündigung | Widerspruchsrecht | fristlose Kündigung | fristlose Mieterkündigung

 
 
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Reitt & Brinkmann
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